Festiva mundo gaudia

Berno Augiensis (ca. 978 - 1048)

Lateinisch:

Festiva mundo gaudia
Reducta solis orbita
In trinitatis nomine
Læti colamus carmine.

Felix dies hæc annua,
Quæ tanta fert sollemnia,
Cum tale factor omnium
Præbet sui vestigium.

Hic nempe natus virgine
Nostro Deus cum corpore
Novi per ortum sideris
Se prodidit mox saeculis.

Quem tunc Eoi principes,
Reges Arabum nobiles,
Donis honorant mysticis
Tanti datorem luminis.

Legalis observantiæ
Aqua tumescunt hydriæ,
Ut vina fundant dulcia;
Hæc signa, Christe, sunt tua.

Vox ergo patris intonat,
Baptisma proles consecrat,
Formam columbæ spiritus
Sumit sacer paraclitus.

Sit trinitati gloria,
Honor, potestas inclita,
Uni Deo per omnia
In sæculorum sæcula.

Deutsch:

Die festlichen Freuden in der Welt
nach dem Aufgang der Sonne
ehren wir im Namen der Dreieinigkeit
fröhlich mit Gesang.

Glücklich dieser Tag, der jedes Jahr
so grosse Festlichkeit mit sich bringt,
wenn der Schöpfer der Welt
ein solches Zeichen gibt.

Dieser Gott nämlich, geboren aus
der Jungfrau mit menschlichem Körper,
zeigte sich an durch den Aufgang
eines neuen Sterns vor Jahrhunderten.

Ihn ehren dann die Fürsten aus dem
Morgenland, die vornehmen Könige Arabiens,
ihn, den Spender so grossen Lichts
mit mystischen Gaben.

Wasser füllt die Krüge,
auf dass süsse Weine fließen;
dies sind deine Zeichen,
o Christ.

Die Stimme des Vaters ertönt,
die Taufe heiligt das Kind,
der heilige Geist nimmt
die Form der Taube an.

Der Dreifaltigkeit sei Ruhm,
Ehre, uneingeschränkte Macht,
durch alle Jahrhunderte
in Ewigkeit.

Deutsch von René Strasser

fontes

Guido Maria Dreves, Clemens Blume, Ein Jahrtausend Lateinischer Hymnendichtung. Erster Teil, S. 143

scholia / marginalia

In Epiphania Domini Hymnus Hymnus zur Erscheinung des Herrn

metrum